Vom ersten Kennenlernen der Noten bis zur Uraufführung beim Hausherrenfest 2026
Nach Ostern haben wir Chormitglieder vom Münsterchor Radolfzell das wunderschön gestaltete Notenheft der „Radoltmesse“ erhalten und uns darüber gefreut, an einer Uraufführung mitwirken zu können.
Unser Chorleiter Victor hat uns davon berichtet, dass der Komponist Jürgen Essl im vergangenen Jahr in Radolfzell war und sich explizit mit der Geschichte der Stadt und des Hausherrenfestes beschäftigt hat. Das Ergebnis seiner Eindrücke hat er dann in die Komposition „Radoltmesse“ einfließen lassen, die speziell zum Hausherrenfest im Jubiläumsjahr am 19.07.2026 und zum Gedenktag des Heiligen Radolt am 13.09.2026 zur Aufführung kommt bzw. gekommen ist.

Die ersten Proben
Bereits zum Jahresbeginn hatten viele Chormitglieder „Werbung um ProjektsängerInnen“ im jeweiligen Umfeld gemacht, und so konnten sechs Personen dafür gewonnen werden, für dieses Werk vorübergehend in unserem Chor mitzusingen.
Zuerst dachten wir, dass das Einüben der Komposition keine „große Sache“ wäre. Auf den ersten Blick hatten wir Laien nämlich den Eindruck, dass die Noten keine allzu große Herausforderung an uns stellen würden. Doch bereits bei der ersten Chorprobe mit diesem Werk haben wir überrascht festgestellt, dass wir uns da gründlich getäuscht hatten. Die unterschiedlichen Harmonien und Taktwechsel haben uns alle doch sehr gefordert, und Mitte Juni war klar, dass wir ein zusätzliches Probenwochenende benötigen, um die nötige Sicherheit für die Aufführung zu erarbeiten.
Der Tag der Uraufführung
Am Hausherrensonntag haben wir uns dann alle zum Einsingen im Friedrich-Werber-Haus getroffen, um anschließend gemeinsam auf die Empore zu steigen. Dort hat uns Herr Zeno Bianchini, Kantor aus Stockach, der uns an der Orgel begleitet hat, bereits erwartet. Außerdem waren dort auch schon verschiedene andere Profimusiker versammelt, die uns mit ihren Blasinstrumenten (Trompeten und Posaunen) und der Pauke begleitet haben. Das Dirigat übernahm unser Münsterkantor Victor Rodriguez, der auch die gesamte Organisation der Uraufführung geleitet hat.
Die Hausherrenmesse wurde mit dem Hausherrenlied traditionell eröffnet, und die Uraufführung der „Radoltmesse“ hat uns nicht nur sehr viel Freude bereitet, sondern auch unsere Herzen berührt.
Und im September geht es weiter
Wir freuen uns, die Messe im September nochmals zu singen, und werden darum unsere Sommerpause, die üblicherweise bis zum Ende der Sommerferien dauert, um zwei Wochen verkürzen, um rechtzeitig wieder mit den Chorproben zu beginnen.
Es war und ist eine tolle Erfahrung, so ein neu komponiertes Werk einzustudieren, und wir sind gespannt, was unser Chorleiter sich für das nächste Hausherrenfest einfallen lässt.

Ein Beitrag von Renate Schittek

