Rückblick: Kantatengottesdienst am 22. März 2026

Du wahrer Gott und Davids Sohn, BWV 23

Im Rahmen der Kantatengottesdienste im Münster ULF Radolfzell erklang im Gottesdienst am Sonntagabend, 22. März 2026, die Bachkantate BWV 23 von Johann Sebastian Bach.

Mitglieder des Kammerchores wirkten dabei im letzten Teil der Kantate mit. Schon die Proben dazu waren intensiv und brachten den Sängern das Werk näher.

Besonders eindrücklich waren die gemeinsamen Proben am Sonntagnachmittag im Münster mit allen Mitwirkenden. Dabei konnte man sich bei den professionellen Musikern einiges abschauen. Detailliert wurden verschiedene Aspekte der Kantate erarbeitet, Tempi festgelegt, Einsätze abgestimmt und der Klang gemeinsam entwickelt.

In den Probenpausen wurden alle gut versorgt – mit herzhaften Snacks und leckeren Kuchen, gespendet und liebevoll zubereitet vom Münsterchor.

Die Kantate beginnt mit einem Duett für Alt (Katrin Auzinger) und Sopran (Sarah Maeder) in kleiner instrumentaler Besetzung. Es folgt ein Rezitativ für Tenor (Robin Neck) und steigert sich anschließend zum ersten Chorstück, an dem Instrumentalisten sowie die Solisten – Sarah Maeder (Sopran), Katrin Auzinger (Alt), Robin Neck (Tenor) und Markus Volpert (Bass) – sowie einer der beiden Chöre beteiligt sind.

Im vierten und letzten Teil der Kantate kommen schließlich alle Beteiligten zum Einsatz.

Abgerundet wurde der Gottesdienst – ebenfalls musikalisch – durch ein ruhiges Orgelstück, gespielt von Münsterkantor Victor Rodriguez: „Ach Herr, mich armen Sünder“ (Krebs-WV 514) von Johann Ludwig Krebs (1713–1780). Die zugrunde liegende Melodie von „O Haupt voll Blut und Wunden“ nahm die besondere Stimmung der vorösterlichen Bußzeit eindrücklich auf.

Programm zum Kantatengottesdienst als PDF

Ein Beitrag von Matthias Wiepen
Fotos: Andreas Kochlöffel

Rückblick auf das Hausherrenfest 2025

Die Chormitglieder vom Münsterchor haben schon bald nach Ostern immer wieder mal vereinzelte Passagen von der Missa Festiva von Flor Peeters gesungen, aber erst nach dem Pfingstfest haben wir uns wöchentlich damit beschäftigt. Es war uns ziemlich schnell klar, dass die Messe kein einfach zu erlernendes Repertoire ist, sondern eine kleine Herausforderung für den Chor darstellt.

So war das bereits zum Jahresbeginn geplante Probenwochenende Anfang Juli eine gute Gelegenheit, die Messe intensiv zu proben – und alle Chormitglieder haben begeistert mitgemacht. Bei der größten Hitze des bisherigen Sommers haben wir nicht nur gemeinsam im Friedrich-Werber-Haus geschwitzt, sondern mehrere Stunden täglich geprobt und uns so die wunderbare Musik erarbeitet.

Da unser Chorleiter Victor Rodriguez uns am Hausherrenfest auch an der Orgel begleiten würde, war von Anfang an geplant, dass uns Herr Alexander Burda, der ehemalige Professor von Victor, dirigieren würde. Ihn haben wir dann am 15. Juli, bei der Generalprobe zum Hausherrenfest, kennengelernt und dabei auch zum ersten Mal mit der Orgel und den vier Blechbläsern gearbeitet. Herr Burdas Dirigat hat uns dabei nicht nur sehr gut gefallen, sondern uns nochmals bestärkt und gefordert.

Das Probenwochenende und die Generalprobe haben uns dann die nötige Sicherheit gegeben, uns gut gerüstet zu fühlen – und voller Vorfreude auf das Hausherrenfest 2025 zu blicken.

Kammerchor beim Vorabendgottesdienst


Parallel hat Victor den Kammerchor am Münster für den Einsatz am Hausherrensamstag zur Vorabendmesse eingeplant und dazu auch Projektsängerinnen und -sänger berufen. Insgesamt waren wir 16 Personen, die zu diesem Anlass die Missa brevis in Es von Christopher Tambling einstudiert und aufgeführt haben.

Das haben wir in relativ kurzer Zeit und nur mit zwei angesetzten Proben geschafft – und auch diese Zusammenarbeit im kleinen Team hat sehr viel Spaß und Freude gemacht. An der Orgel hat uns dabei Simon Forberg, unter der Gesamtleitung von Victor Rodriguez, begleitet und unterstützt.

Ein gelungenes Fest

Insgesamt haben wir ein sehr schönes und emotional starkes Hausherrenfest 2025 gefeiert. Die Gottesdienste sowohl am Samstagabend als auch am Sonntag waren gut besucht, und es herrschte eine feierliche Stimmung – zumal die Chöre die jeweiligen Eucharistiefeiern mit dem Hausherrenlied eingeleitet haben.

So gestärkt freuen wir uns auf ein neues Hausherrenfest 2026!

Ein Beitrag von Renate Schitek

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